Von Christoph Bürgi Veröffentlicht am Donnerstag 23.04.2020

Wir nehmen dich mit auf die Spuren der Vergangenheit. Wir entführen dich in die Welt der Kunst mit einer der bedeutendsten Sammlungen an Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Wir zeigen dir den Lebensraum Aargau im Wandel der Zeit. Und wir erzählen dir vom ältesten noch praktizierten Brauchtum der Schweiz. Wir sind dein perfekter Tag in Aarau.


Ein ausgiebiges und gemütliches Frühstück zum Tagesstart oder Kaffee und Kuchen zum Znüni oder Zvieri muss einfach sein. Deshalb findest du bei jedem Tipp auch eine Empfehlung für ein Café oder Restaurant in der unmittelbaren Umgebung.


Eine Sammlung mit 60'000 Objekten als Erinnerungsspeicher der Stadt Aarau

Die Kombination von altem Turm und modernem Erweiterungsbau macht das Stadtmuseum zum Protagonisten spannender Architekturgeschichte. Das Museum erzählt die Geschichten von hundert Aarauerinnen und Aarauer aus sieben Jahrhunderten bis heute und zeigt damit die vergangene, aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Stadt eindrücklich auf. Gleich neben dem Stadtmuseum befindet sich das Haus zum Schlossgarten, welches 1798 rund fünf Monate lang der erste Schweizer Regierungssitz repräsentierte und damit das erste Bundeshaus der Schweiz ist. Heute beherbergt es das Forum Schlossplatz, das sich mit kulturellen und gesellschaftlichen Zeitfragen auseinandersetzt. In Ausstellungen mit Begleitprogramm werden Themen aus Kultur, Kunst und Gesellschaft aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.


Ein Kunstmuseum mit nationaler Ausstrahlung

Das Aargauer Kunsthaus in Aarau besteht seit 1959 und ist eines der wichtigsten Kunstmuseen der Schweiz. Die Ausstellung stellt die wichtigste öffentliche Kollektion an Schweizer Kunst vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart dar. Besonders erwähnenswert ist Blumen für die Kunst und Erweiterungsbau von H&D


Den Lebensraum Aargau entdecken

Das Naturama Aargau steht dazu, ein regionales Museum zu sein. Es will seiner Ausstellung nicht die ganze Welt erklären, sondern sich auf den Naturraum Aargau konzentrieren und ihn seinen heutigen Bewohnern näher bringen. Für Familien sehr geeignet. Viele interessante Ausstellungsobjekte, für Kinder sehr abwechslungsreich.


Vom Turm und seinen Kerkern bis Magd und Nachtwächter

Entdecke die Stadt der schönen Giebel, betrachte die Stadt vom ältesten Stadtturm der Schweiz aus, folge dem Nachtwächter durch das mittelalterliche Aarau oder erfahre mehr über die Bedeutung des Wassers für die Stadt während der Industrialisierung. Auch fachkundig begleiteten Rundgängen erhältst du einen Einblick in die verborgenen Schätze der Stadt. Eine Übersicht über die nächsten Stadtführungen gibt es hier. Durchgeführt werden die Stadtführungen von aarau info.


Unser Blumenfest im Juli

Der Maienzug ist eigentlich ein Kinder- und Jugendfest, doch ganz Aarau und Umgebung freut sich alljährlich auf das Fest. Seit über 400 Jahren wird dieser Brauch gefeiert und bis heute hat der Maienzug nichts von seiner magischen Anziehungskraft verloren. Die Ursprünge des Brauchs gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Der Umzug stand im Zusammenhang mit der jährlichen Neubesetzung verschiedener städtischer Ämter Mitte Januar. Schüler und Lehrer der Lateinschule sowie der deutschen Schule zogen zum Rathaus, wo sie auf Kosten der Stadt verpflegt wurden. In der Schülerschar trieben maskierte Gestalten allerlei Schabernack. Bis ins 19. Jahrhundert hinein behielt der Maienzug seinen eher sakralen Charakter bei. Dann jedoch setzte eine allmähliche Säkularisierung des Brauchs ein und der Maienzug entwickelte sich, unter Beibehaltung einiger traditioneller Elemente, zum Volksfest weiter.

Ein magischer Lichterbrauch im September

Die Verschmutzung und Versandung des Stadtbachs zwingt die Bürger zu einer jährlichen Grossreinigung, welche bis im Jahr 2000 im trockenen Bachbett ausgeführt wird. Diese Reinigung, oft auch „Bachrumete“ (den Bach räumen) genannt, dauert in der Regel 4 Tage (Montag bis Donnerstag) und wird am 3. September 1526 erstmals schriftlich erwähnt. Vorgängig darf der Bach ausgefischt werden, was den durchaus wörtlich zu nehmenden Begriff des „Bachfischets“ erklärt. Die Festivitäten nach dem „Rumen“ (räumen) müssen im Laufe der Geschichte auch die Jugend ergriffen haben, welche jeweils das "Abholen" der ersten Wellen des wieder geöffneten Stadtbachs durch mit leuchtenden Kürbissen oder Räben gefeiert haben. Heute basteln jeweils ca. 2000 Schülerinnen und Schüler in Handarbeit farbenfrohe Lampions und tragen diese an Haselruten befestigt in einem Umzug entlang dem Stadtbach durch die Stadt. Der Bachfischet gilt als ältester dauernd gelebter Brauch in der Schweiz.