Mittwoch, 27. April 2016
20:15 - 22:00

CHF 40.- / CHF 25.-
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Beschreibung

Der Aarauer Schauspieler Michael Wolf begibt sich in die Welt des Thomas Bernhard.
In einem Wahnsinns-Monolog, basierend auf der Erzählung von „Gehen“ von 1971, tastet er unerbittlich die Grenzen des menschlichen Denkens aus, bis hin zur Frage, was mit Sprache überhaupt ausdrückbar ist.

Ein namenloser Ich-Erzähler unternimmt jeweils am Montag und Mittwoch einen ausgedehnten Spaziergang mit einem gewissen Oehler, welcher die Gewohnheit hat, pausenlos zu reden und den Ich-Erzähler mit seinen Lebensphilosophien richtiggehend zum Verschweigen zu bringen.
Im Zentrum der Monologe Oehlers steht der gemeinsame Freund Karrer, der verrückt geworden ist und nun im Irrenhaus gelandet ist. Minutiös schildert Oehler die letzten Stunden vor der Einlieferung des Freundes und versucht, das Irre-Werden des Freundes aus seinem Weltekel heraus zu erklären, der ihn trennt von der Normalität, die ihn umgibt.

In „Gehen“ treibt Thomas Bernhard seinen obsessiven Schreibstil in ein kaum noch zu steigerndes Extrem. „Gehen“ ist eine literarische und in der Darstellung von Michael Wolf eine theatralische Gratwanderung. Zum Schreien komisch, ebenso abgrundtief traurig, immer hoch verzweifelt – und von grösster Musikalität.