Mittwoch, 12. August 2020
11:00 - 18:00

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Beschreibung

Zwei fotografische Serien von Werner Erne
ab 31.07.2020

«Man kann die Welt kennen, ohne je sein Haus zu verlassen» – was Laotse vor mehr als 2000 Jahren geschrieben hat, nahm sich Werner Erne zu Herzen, als er aus seiner Stube hinaus aus dem Fenster blickte. Mit seiner Kamera dokumentierte er, wie das Licht- und Schattenspiel in den leeren Gassen während dem Lockdown kontinuierlich von der Geometrie der Sonnenschirme, Restauranttische und Menschen überschrieben wurde und das gesellige Leben unter seinem Fenster zurückgekehrte. Die direkte Abfolge dieser Bilder lässt uns fragen, für wie lange die zurückgewonnene Freiheit hält, bis sich die Reihenfolge womöglich wieder umkehrt und nur noch die Lichtreflexionen auf den Pflastersteinen verbleiben.

Als Ergänzung zu dieser Momentaufnahme zeigt das Stadtmuseum eine zweite Serie von Erne, die über die letzten zehn Jahren ebenfalls aus seiner Stube heraus entstanden ist. Mit seinem geschulten Auge für das Zusammenspiel von Flächen, Linien und Strukturen rückt er die Geometrie und formale Klarheit der Dachlandschaften in den Fokus. Seine Fotografien zeugen davon, welche verborgene Poesie im Alltäglichen steckt und wie genaues Hinschauen diese sichtbar macht.